Besuch der Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung St. Klara

Allgemein

Dr. Christoph Heckmann (links) stellte den Jusos aus dem Kreis Warendorf die Arbeit von St. Klara vor

Am Freitag, den 05.12.2014 fand für die Jusos aus dem Kreis Warendorf eine Besichtigung der Einrichtung „Erziehungshilfe St.Klara“ statt. In der Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe in Trägerschaft des Caritasverbandes empfing Dr. Christoph Heckmann, Leiter der Einrichtung, die Gruppe. Mit allgemeinen Informationen zum Haus begann die Veranstaltung. Es wurde unter anderem auf die Wurzeln in der Mitte des 19. Jahrhunderts und auf das pädagogische Konzept hingewiesen.

Einen tieferen Einblick in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erhielten die Kreis-Jusos durch die Vorstellung einer Wohngruppe, deren Kinder über das Wochenende wieder zu ihren Eltern gefahren sind. So konnten alle Teilnehmer sehen, wie die Kinder und Jugendlichen dort leben und wie deren Tagesablauf in etwa aussieht. Heckmann, der für die Gesamtleitung der Erziehungshilfe zuständig ist, beantwortete dabei Fragen zu der pädagogischen Arbeit, den Hintergründen der Kinder und den bisherigen Erfolgen der Einrichtung. So wurde erklärt, dass die Kinder und Jugendlichen aufgrund ihrer unterschiedlichen Vergangenheit ein hohes Maß an pädagogischem und zum Teil auch psychologischem Feingefühl bedürfen, um ihrer Individualität gerecht zu werden und ihnen auf ihrem Weg zu einer psychischen Stabilität zu helfen. Ihren Ausklang fand die Veranstaltung in einer offenen Fragerunde, die sehr ausführlich und entspannt verlief. Auf Nachfrage erläuterte Dr. Christoph Heckmann beispielsweise den systemischen Ansatz nach Stierlin und Schlippe und äußerte sich folglich zu Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit in der Erziehungshilfe mit den Kindern und Jugendlichen. Er fasste zusammen, dass man nicht überall die gleichen Erfolge erzielen könne. Das Fazit, welches aus den vergangenen Jahren gezogen werden könne, sei jedoch durchaus positiv.

Abschließend kam die Frage auf, welche Wünsche der Gesamtleiter der Erziehungshilfe an die Politik habe. Heckmann antwortete, dass nicht so viel Geld direkt in die Familien fließen, sondern besser in pädagogische Einrichtungen investiert werden solle. Zudem erläuterte und appellierte er zugleich, dass Einsparungen im Hinblick auf Bildung und die damit einhergehende vereinfachte Kosten-Nutzen-Rechnung langfristig nicht zielführend sein können.

Für die Jusos aus dem Kreis war der Besuch der Erziehungshilfe-Einrichtung eine neue Erfahrung, die rückblickend sehr informativ und zugleich interessant war.

 
 

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